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Diabetische Komplikationen

 

Der Diabetes mellitus ist eines der Ältesten bekannten Stoffwechselerkrankungen. Eine der gefürchteten Spätfolgen ist das diabetische Fußsyndrom.

Seine Entstehung wird einerseits durch Nerven- oder Gefäßschädigungen oder durch deren Kombination verursacht. Fördernd wirkt hierbei ein langjähriger oder ein schlecht eingestellter Diabetes mellitus.

Die Vorsorge ist bei der Behandlung des diabetischen Fußes sehr wichtig!

Banale Dinge, wie saubere gepflegte Haut, regelmäßige Inspektionen der Füße inkl. der Fußsohlen, nicht drückendes aber festes Schuhwerk, das Kälte und Feuchtigkeit abweißt, können dem Entstehen eines diabetischen Fußes entgegenwirken.

Sollte es trotzdem zu einem Geschwür an der Ferse oder Fußsohle oder im Bereich der Zehen kommen, so ist umgehend ein Arzt aufzusuchen.

Hierbei sind Behandlungsversuche mit den üblichen Verbands- und Wundbehandlungstechniken über max. 4 Wochen sicherlich statthaft. Findet die Wundheilung in dieser Zeit nicht statt, so ist eine weitere Abklärung der Ursachen insbesondere zur Vermeidung einer möglichen Amputationen dringend notwendig.

Neben der Überprüfung des Zuckers und einer neurologischen Untersuchung ggf. ergänzt durch ein orthopädische Visite ist eine Untersuchung der Gefäße zwingend!

Diese Untersuchung besteht zunächst in nicht eingreifenden Abklärungen wie z.B. Ultraschall und einfachen Röntgenaufnahmen. Vor Amputationen - auch der Zehen - sollte jedoch, sofern keine sichere neurologische Ursache gefunden wurde, eine Gefäßdarstellung mittels Kontrastmittel durchgeführt werden.

Nach der Ursachenabklärung erfolgt dann die gezielte Behandlung mit einer Langzeit antibiotischen Medikamentengabe, einer engmaschigen Wundbehandlung mit unterschiedlichen Materialien inkl. Hochdruckwasserstrahlreinigung und Vakuumtherapie unter ambulanten ggf. auch stationären Bedingungen.

In fortgeschrittenen nicht mehr reparablen Situationen ist in Abhängigkeit von den Untersuchungsergebnissen eine gezielte möglichst sparsame Amputation unumgänglich.

Insbesondere dann, wenn die chronische Infektion den Patienten nicht nur psychisch, sonder auch körperlich erheblich belastet, seine Körperabwehr schwächt und Gefahr für den Gesamtorganismus droht.

Um solch schwere Krankheitsverläufe zu vermeiden ist die o.g. Vorsorge unverzichtbar.

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