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Mikrozirkulationsstörungen

 

Gerade in unseren Breitengraden ist die Raynaud Krankheit eine weit verbreitete Gefäßkrankheit. Hierbei kommt es zu einem anfallsartigen Abblassen der Finger und/ oder Zehen aufgrund von "Gefäßkrämpfen". Frauen sind fünfmal häufiger betroffen als Männer.

Neben den herkömmlichen Untersuchungsverfahren (akrales Oszillogramm, Blutabnahme zur Bestimmung von entzündlichen Gefäßerkrankungen,...), gehört auch die Kapillarmikroskopie, welche an unserer Klinik durchgeführt wird, zu den wichtigsten Untersuchungsmethoden im Rahmen der Abklärung von Durchblutungsstörungen an Finger und Zehen.

Störungen der Blutzirkulation in den kleinen Gefäßen treten aber auch bei Zuckerkrankheit, Hochdruck, hohen Cholesterinwerten und Rauchen auf und können zum Gewebeuntergang von Zehen und Fingeranteilen führen. Therapeutisch führen wir neben Infusionsbehandlungen mit Prostaglandinen auch CT-gezielte Punktionen zur Ausschaltung des Nervus Sympathicus durch.

In besonders schwer zu behandelnden Fällen (Versagen anderer Verfahren, keine Möglichkeit einer operativen Revaskularisation) verfügen wir über die Möglichkeit zur Implantation eines Rückenmark-Stimulators. Hierbei wird eine dünne Elektrode im Rahmen einer Operation im Rückenmark in Höhe der Halswirbelsäule bzw. Lendenwirbelsäule, je nachdem ob die Hände oder Füße stimuliert werden sollen, platziert. Mittels dieser Elektrode wird durch Nervenstimulation eine Verbesserung der Durchblutung und Schmerzausschaltung herbei geführt. Mit Hilfe einer externen Fernbedienung kann der Patient selbst die Stärke der Stimulation steuern. Idealerweise spürt der Patient anstatt Schmerzen ein angenehmes, warmes Kribbelgefühl in der Schmerzregion; zudem heilen Geschwüre schneller und dauerhafter ab und die Häufigkeit von Raynaud-Anfällen kann deutlich reduziert werden bzw. sistieren die Anfälle.

Univ.-Klinik für Gefäßchirurgie, Universitätsklinik Innsbruck | Anichstrasse 35, A-6020 Innsbruck | Tel. +43 (050) 504 22587